VERTATUR
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Die Serie untersucht den Verlust funktionaler Orientierung im Bildraum.
Ausgangspunkt sind Fotografien von Treppenhäusern in strenger Seitenansicht. Durch eine Drehung um 180 Grad wird die gewohnte räumliche Hierarchie aufgehoben.
Die Intervention ist minimal, ihre Konsequenz radikal: Oben und unten verlieren ihre Selbstverständlichkeit. Die Treppe entzieht sich ihrer Funktion als Weg, als Richtung, als Bewegung. Was bleibt, sind Linien, Kurven und Volumen – eine Struktur ohne Zweck.
Die Serie verschiebt den Fokus von der Nutzung zur Wahrnehmung. Architektur wird nicht als funktionales System gelesen, sondern als autonome Form im Bild.
VERTATUR begreift den Orientierungsverlust nicht als Störung, sondern als produktiven Zustand, in dem sich Raum neu verhandelt.